E-Rechnung für Online-Shops: Was B2B-Händler wissen müssen
WooCommerce und Shopify stellen nativ keine E-Rechnungen aus. Für B2B-Bestellungen von Unternehmenskunden brauchst du eine konforme Lösung - automatisiert, bevor die Fristen greifen.
⏱ ca. 6 Minuten✓ BMF-Schreiben Oktober 2025 · § 14 UStG
Schnell-Antwort für Eilige
Online-Shops die B2B-Bestellungen von Unternehmen erhalten, müssen für diese ab dem 1. Januar 2027 (Umsatz über 800.000 €) bzw. 1. Januar 2028 (alle) konforme E-Rechnungen als XRechnung oder ZUGFeRD ausstellen. Bestellungen von Privatpersonen (B2C) sind weiterhin als normale PDF-Rechnung erlaubt. WooCommerce und Shopify benötigen dafür ein Plugin.
Welche Shops sind betroffen?
Entscheidend ist: Hast du B2B-Kunden - also Unternehmen, Freiberufler oder selbstständige Gewerbetreibende, die mit Unternehmensadresse und USt-IdNr. bestellen? Dann bist du für diese Bestellungen betroffen.
Rein B2C-Shops (nur Privatpersonen): nicht betroffen
Gemischte Shops (B2C + B2B): betroffen für B2B-Bestellungen
Reine B2B-Shops: vollständig betroffen
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Erkennungsmerkmal: Ein B2B-Kunde gibt beim Checkout eine USt-IdNr. oder Firmennamen ein. Viele Shops bieten ein "Firmenkundenkonto" an - das sind deine B2B-Kunden.
Das Problem mit WooCommerce
WooCommerce generiert nativ PDF-Rechnungen - zum Beispiel über Plugins wie "WooCommerce PDF Invoices". Diese PDFs sind ab 2025 keine E-Rechnungen im gesetzlichen Sinne mehr. Sie erfüllen weder das XRechnung- noch das ZUGFeRD-Format nach EN 16931.
Was du brauchst: Ein Plugin das beim Abschluss einer B2B-Bestellung automatisch eine ZUGFeRD- oder XRechnung-Datei generiert, alle Pflichtfelder nach §14 UStG befüllt und diese per E-Mail an den Kunden sendet.
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Shopify-Nutzer: Für Shopify existiert seit Januar 2025 ein erstes deutsches E-Rechnung-Plugin - noch mit wenig Reviews und in früher Entwicklung. WooCommerce ist im DACH-Raum für B2B-E-Commerce weiter verbreiteter und hat mehr Plugin-Optionen.
So funktioniert die automatische Lösung
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B2B-Bestellung eingehtKunde gibt USt-IdNr. oder Firmenname an. Plugin erkennt: das ist ein B2B-Auftrag.
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E-Rechnung wird generiertPlugin erstellt automatisch eine ZUGFeRD-Datei (PDF + XML) mit allen Pflichtfeldern: Rechnungsnummer, Datum, Steuerposten, IBAN, §14 UStG-Angaben.
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Versand und ArchivierungE-Rechnung wird per E-Mail an den Kunden gesendet. GoBD-konforme Archivierung (10 Jahre) erfolgt automatisch.
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B2C-Bestellungen: unverändertPrivatbestellungen erhalten weiterhin eine normale PDF-Rechnung - kein Aufwand, keine Umstellung.
Was ein gutes Plugin können muss
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ZUGFeRD 2.x und XRechnung generieren
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Automatische B2B/B2C-Erkennung per USt-IdNr.
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Alle §14 UStG Pflichtfelder befüllen
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Steuersätze korrekt zuordnen
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GoBD-konforme Archivierung
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Validierung vor dem Versand
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Eigenes Plugin in Entwicklung: Wir entwickeln ein WooCommerce-Plugin speziell für den deutschen Markt. Trag dich in den Newsletter ein um informiert zu werden wenn es verfügbar ist.
Buchhaltung parallel regeln
Neben dem WooCommerce-Plugin brauchst du eine Buchhaltungssoftware die E-Rechnungen empfangen und verarbeiten kann - für Lieferantenrechnungen, die du erhältst. Das ist seit dem 1. Januar 2025 Pflicht.
Buchhaltung für Shop-Betreiber · Affiliate-Links
Software für Online-Händler
Lexware Office Empfehlung
Stärkste Integration, DATEV-Export, kann eingehende E-Rechnungen automatisch verarbeiten.
Ja, wenn du B2B-Bestellungen von Unternehmen erhältst. Bestellungen von Privatpersonen sind ausgenommen. Ab 2027 oder 2028 musst du für B2B-Bestellungen XRechnung oder ZUGFeRD ausstellen.
Kann WooCommerce automatisch E-Rechnungen erstellen?
Nicht nativ. Du brauchst ein Plugin das ZUGFeRD- oder XRechnung-Dateien aus WooCommerce-Bestellungen generiert. Standard-PDF-Plugins erfüllen die gesetzlichen Anforderungen nicht mehr.
Was ist mit meinen B2C-Bestellungen?
B2C-Bestellungen von Privatpersonen sind vollständig ausgenommen. Du kannst weiterhin normale PDF-Rechnungen für Privatkunden ausstellen - ohne Änderung.
Gilt die Pflicht auch für kleine Shops?
Ja, ab 2028 für alle - auch kleine Shops. Umsatz unter 800.000 €: Pflicht ab 01.01.2028. Über 800.000 €: bereits ab 01.01.2027.
Plugin-Launch und Updates.
Wir informieren dich wenn das WooCommerce E-Rechnung Plugin verfügbar ist.
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Edwin von Lemberg
Webentwickler und digitaler Marketing-Manager. Entwickelt ein WooCommerce-Plugin für E-Rechnungen. Betreibt e-rechnungs-guide.de als unabhängige Informationsquelle.