Welche Shops sind betroffen?

Entscheidend ist: Hast du B2B-Kunden - also Unternehmen, Freiberufler oder selbstständige Gewerbetreibende, die mit Unternehmensadresse und USt-IdNr. bestellen? Dann bist du für diese Bestellungen betroffen.

  • Rein B2C-Shops (nur Privatpersonen): nicht betroffen
  • Gemischte Shops (B2C + B2B): betroffen für B2B-Bestellungen
  • Reine B2B-Shops: vollständig betroffen
Erkennungsmerkmal: Ein B2B-Kunde gibt beim Checkout eine USt-IdNr. oder Firmennamen ein. Viele Shops bieten ein "Firmenkundenkonto" an - das sind deine B2B-Kunden.

Das Problem mit WooCommerce

WooCommerce generiert nativ PDF-Rechnungen - zum Beispiel über Plugins wie "WooCommerce PDF Invoices". Diese PDFs sind ab 2025 keine E-Rechnungen im gesetzlichen Sinne mehr. Sie erfüllen weder das XRechnung- noch das ZUGFeRD-Format nach EN 16931.

Was du brauchst: Ein Plugin das beim Abschluss einer B2B-Bestellung automatisch eine ZUGFeRD- oder XRechnung-Datei generiert, alle Pflichtfelder nach §14 UStG befüllt und diese per E-Mail an den Kunden sendet.

Shopify-Nutzer: Für Shopify existiert seit Januar 2025 ein erstes deutsches E-Rechnung-Plugin - noch mit wenig Reviews und in früher Entwicklung. WooCommerce ist im DACH-Raum für B2B-E-Commerce weiter verbreiteter und hat mehr Plugin-Optionen.

So funktioniert die automatische Lösung

1
B2B-Bestellung eingehtKunde gibt USt-IdNr. oder Firmenname an. Plugin erkennt: das ist ein B2B-Auftrag.
2
E-Rechnung wird generiertPlugin erstellt automatisch eine ZUGFeRD-Datei (PDF + XML) mit allen Pflichtfeldern: Rechnungsnummer, Datum, Steuerposten, IBAN, §14 UStG-Angaben.
3
Versand und ArchivierungE-Rechnung wird per E-Mail an den Kunden gesendet. GoBD-konforme Archivierung (10 Jahre) erfolgt automatisch.
4
B2C-Bestellungen: unverändertPrivatbestellungen erhalten weiterhin eine normale PDF-Rechnung - kein Aufwand, keine Umstellung.

Was ein gutes Plugin können muss

ZUGFeRD 2.x und XRechnung generieren
Automatische B2B/B2C-Erkennung per USt-IdNr.
Alle §14 UStG Pflichtfelder befüllen
Steuersätze korrekt zuordnen
GoBD-konforme Archivierung
Validierung vor dem Versand
Eigenes Plugin in Entwicklung: Wir entwickeln ein WooCommerce-Plugin speziell für den deutschen Markt. Trag dich in den Newsletter ein um informiert zu werden wenn es verfügbar ist.

Buchhaltung parallel regeln

Neben dem WooCommerce-Plugin brauchst du eine Buchhaltungssoftware die E-Rechnungen empfangen und verarbeiten kann - für Lieferantenrechnungen, die du erhältst. Das ist seit dem 1. Januar 2025 Pflicht.

Buchhaltung für Shop-Betreiber · Affiliate-Links

Software für Online-Händler

Lexware Office Empfehlung
Stärkste Integration, DATEV-Export, kann eingehende E-Rechnungen automatisch verarbeiten.
ab 7,90 €/Mo. Zum Jahresplan →
sevDesk
Einfach, automatisierte Belegerfassung, gut für mittelgroße Shops.
ab 12,90 €/Mo. Zum Jahresplan →

* Affiliate-Links. Mehr dazu.

Häufige Fragen

Braucht mein WooCommerce-Shop eine E-Rechnung?

Ja, wenn du B2B-Bestellungen von Unternehmen erhältst. Bestellungen von Privatpersonen sind ausgenommen. Ab 2027 oder 2028 musst du für B2B-Bestellungen XRechnung oder ZUGFeRD ausstellen.

Kann WooCommerce automatisch E-Rechnungen erstellen?

Nicht nativ. Du brauchst ein Plugin das ZUGFeRD- oder XRechnung-Dateien aus WooCommerce-Bestellungen generiert. Standard-PDF-Plugins erfüllen die gesetzlichen Anforderungen nicht mehr.

Was ist mit meinen B2C-Bestellungen?

B2C-Bestellungen von Privatpersonen sind vollständig ausgenommen. Du kannst weiterhin normale PDF-Rechnungen für Privatkunden ausstellen - ohne Änderung.

Gilt die Pflicht auch für kleine Shops?

Ja, ab 2028 für alle - auch kleine Shops. Umsatz unter 800.000 €: Pflicht ab 01.01.2028. Über 800.000 €: bereits ab 01.01.2027.

Plugin-Launch und Updates.

Wir informieren dich wenn das WooCommerce E-Rechnung Plugin verfügbar ist.

Edwin von Lemberg

Webentwickler und digitaler Marketing-Manager. Entwickelt ein WooCommerce-Plugin für E-Rechnungen. Betreibt e-rechnungs-guide.de als unabhängige Informationsquelle.